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Maisoun Alhlal gehört zu den Frauen, die durch die Kurse das Radfahren gelernt haben und jetzt eigenständiger mobil unterwegs sein können. Foto: bauch, jana (ja ba)

Wie Erwachsene Radfahren lernenMönchengladbach. Sich mit dem Rad fortzubewegen lernen die meisten in der Kindheit. Aber es gibt auch Erwachsene, die es nicht können. Deshalb gibt es für sie spezielle Kurse. Wie Teilnehmer die ersten Runden auf zwei Rädern erleben.

Von Eva Baches

Montagmorgen, es ist kurz vor 10 Uhr und trotz der Sonnenstrahlen noch ziemlich kalt. Trotzdem haben sich sieben Frauen vor dem Rollermarkt der Rollbrettunion auf der Hauptstraße in Rheydt versammelt. Doch sie wollen nicht etwa auf Skateboards steigen und die Rampen unsicher machen, sondern sie besuchen einen Fahrradkurs für Erwachsene, um endlich das Radfahren zu lernen.

von  29.03.2022, Rheinische Post (RP)

 

Mönchengladbach: Wie Erwachsene das Fahrradfahren lernen

„Die Räume der Rollbrettunion dürfen wir nutzen, wenn schlechtes Wetter ist und um die Räder sicher unterzustellen“, sagt Katrin Stahlhofen, Projektleitung Besser Leben in Rheydt vom Pariteam Mönchengladbach. „Die Räder sind extra Übungsfahrräder. Es sind Leihgaben des ADFC in Düsseldorf“, ergänzt sie. Schon auf dem Weg zum Übungsgelände, dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule Waisenhausstraße, sieht man lachende Gesichter auf beiden Seiten. „Die Freude der Teilnehmer ist ein Glücksmoment für uns“, sagt die ehrenamtliche Fahrradtrainerin Hanne Rosocha. „Ich fahre selbst gerne Rad. Ich habe die Anzeige in der Zeitung gesehen und mich beim Freiwilligen Zentrum gemeldet“, fügt Kollegin Carolyn Gruszka hinzu.

Man merkt den Frauen die Freude an. Ohne zu zögern treten sie in die Pedale. Sie wollen lernen, was sie bisher nicht gelernt haben. Auf dem Schulhof angekommen, starten sie auch gleich in die erste Übung. Hanne Rosocha hat kleine Pylonen aufgestellt. Die müssen die Teilnehmerinnen in engen Bögen umfahren. Bei der nächsten Übung sollen sie das Abbiegen trainieren und dazu das entsprechende Handzeichen geben. „Wenn ich rechts zeige, fahrt ihr nach rechts und wenn ich nach links zeige, fahrt ihr nach links“, erklärt Carolyn Gruszka.

Eine Teilnehmerin nach der anderen startet, und auch wenn das Fahren mit einer Hand noch ungewohnt ist, mit jeder Runde werden sie sicherer. Das Lachen von Rahaf Heretani schallt über den Platz, als sie nach ihrer Runde wieder ankommt: „Jetzt kann ich mit meiner Familie im Sommer mit dem Rad fahren. Mein Sohn kann fahren und mein Mann auch. Ich konnte es bis jetzt noch nicht, aber das hat sich mit diesem Kurs geändert“, sagt sie.

Auch Aysa Kalabalik strahlt, als sie die Übung beendet hat und von ihrem Rad absteigt. Sie ist Mutter einer Tochter und ohne Auto auf Bus und Bahn angewiesen. „Ich wollte gerne Fahrrad fahren. Ich habe beim Paritätischen nachgefragt und das Angebot für den Kurs bekommen. Ich wollte sicher auf dem Rad sein, richtig bremsen können und das Rad richtig einstellen“, sagt sie. „Der Kurs hat mir viel Spaß gemacht. Jetzt kann ich mit meiner Tochter zusammen Fahrrad fahren und auch zum Einkaufen fahren.“

Damit haben die beiden Frauen das Ziel der Initiative Fahrradfahren auf den Punkt gebracht: nicht nur die Bewegung und die Gesundheit zu fördern, sondern die Teilhabe im Quartier zu erhöhen. „Ich erweitere dadurch automatisch meinen Radius, weil ich mit dem Fahrrad mobiler und unabhängiger bin.
Ich kann zum Einkaufen fahren oder mein Kind mit dem Rad zur Schule begleiten oder zum Sport“, sagt Katrin Stahlhofen.

Die Fahrradkurse für Erwachsene sind ein Gemeinschaftsprojekt. Der Bedarf an Kursen für Erwachsene sei da gewesen, aber kein passendes Angebot. So gründeten Katrin Stahlhofen und Kollegin Sinead Kleikamp zusammen mit Joanna Faltien (SKM), Claudia Kirsch, Koordinatorin Familiengrundschulzentren EGS Pahlkestraße/GGS Waisenhausstraße, und Julia Sticker von Gesund leben im Quartier Abteiberg des Arbeitslosenzentrums die Initiative Fahrradfahren. Außerdem wird die Initiative noch durch den Verein Ottokar zur Förderung bürgernaher Polizeiarbeit unterstützt. Der Verein ermöglichte die Ausbildung der fünf ehrenamtlichen Trainerinnen.

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